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Warum es dumm ist Kunden zum IBAN wechsel zu Zwingen...

Wie einge von euch ja wissen bin ich Kunde bei N26. Und ich bin auch noch ein ziemlich Glücklicher. Die Limitierung der Bargeldabhebungen betrifft mich gar nicht mal so und die anderen Limitierungen die bald Einzug erhalten werden auch nicht so recht. Da wären zum Beispiel Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährung mit der MasterCard. Ich Reise nicht so viel, das ist mir zwar ein Dorn im Auge aber das stört mich alles nicht so. Zumindest stört es mich nicht so sehr das ich bereit wäre mein Konto deswegen zu wechseln.

Nun kommt der Kniff:
Die N26 hat nun ihre eigene Bank-Lizenz und kann daher auch eigene Konten mit eigenen IBAN verteilen. Was sie auch tun. Jedoch mit der Brechstange wie ich finde.

Man bekommt eine Einladung per E-Mail und am Ende von diesem Prozess bestellt man eine MasterCard der N26 Bank. Kommt diese bei einem an wird sie in der App von N26 aktiviert und man erhält seine IBAN. Ab dann hat man noch 21 Tage Zugriff auf die alte IBAN. Die alte MasterCard verliert sofort ihre Gültigkeit.

Sprich: Man muss den Wechsel innerhalb von 21 Tagen vollzogen haben.

N26 ist noch recht neu und ich bin Kunde der ersten Stunde. Streng genommen bin ich sogar Beta-Kunde gewesen. Mein letzter Bankumzug ist also noch nicht so furchtbar lange her. Das war ein Wechsel von der ING-DiBa zu N26 (damals noch Number 26). Abgesehen davon dass das Konto bei der DiBa immer noch besteht, weil N26 nach wie vor keine Girokarte anbietet (und nach mehrmaliger Aussage vom Support wird sich dies mit der eigenen IBAN auch nicht ändern) und ich diese aber ab und an mal brauche, habe ich das Konto mehrere Monate parallel im Einsatz gehabt um zu schauen ob noch jemand auf dem "falschen" Konto abbucht. Und da waren durchaus ein paar Kandidaten dabei die man so eben nicht auf dem Schirm hatte.

Halten wir also Fest: 21 Tage Übergangszeit sind viel zu Kurz!
Aber es geht ja noch weiter. Man hat also ein Angebot, welches man über die letzten Wochen und Monate kontinuierlich verschlechtert hat und sagt seinen Kunden nun dass sie einen sehr schmerzhaften Prozess durchleben MÜSSEN weil sie sonst im Januar ohne Konto da stehen.

Metaphorisch heißt das also, dein Vermieter kommt an und sagt dir, hier kannst du nicht bleiben, aber ich hab da eine Wohnung für dich. Die ist zum Gleichen "Preis" genauso wie die alte aber du MUSST umziehen. N26 bietet einem hier zwar "Hilfe für Aktive und Intensivnutzer an" wie diese Hilfe aber genau aussieht, sagen sie nicht.

Was ist aber nun wenn ich zum Gleichen "Preis" eine Wohnung finde die Größer ist, eine bessere Lage, eine Tiefgarage und eine Einbauküche hat?! Ziehe ich dann in die welche mir der Vermieter angeboten hat?! Wenn ich schlau bin nicht!

Der Knackpunkt bei der Sache ist nun, ich bin gezwungen einen Bankumzug zu vollziehen. Denn nichts anderes ist die neue Zuteilung einer neuen IBAN durch N26. Mittlerweile bietet der Markt aber durchaus auch deutlich bessere Angebote für den "Preis". Bei der DKB oder der Consorsbank zum Beispiel. Wenn man jetzt ein Kunde ist, wie ich, der eigentlich ganz Zufrieden ist und wegen dem Aufwand vom Bankwechsel bisher nicht gewechselt ist, wie wahrscheinlich ist es wohl das man, wenn man eben schon wechseln MUSS, zur N26 Bank wechselt und nicht zu einer Bank die deutlich mehr kostenlose Inklusivleistungen und eine Girokarte hat?!

Spoiler: Die DKB Vermeldet bereits eine verlangsamte Registrierung weil es gerade einen Ansturm an Registrierungen gibt. Interpretiert bitte selbst...

Das einzige Feature. Aber auch wirklich das Einzige was ich wirklich vermissen würde, wären die sofortigen Benachrichtigungen bei Kontoaktivitäten. Das gibt einem echt das Gefühl von Sicherheit. Aber sonst geht es bei N26 gerade Steil bergab. Und das finde ich äußerst schade...

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