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Neue Kaffeemaschine? Aber bitte mit Smart!

Bei meinem Auszug im März 2015 war mir klar das ich mir bald eine Kaffeemaschine zulegen sollte. Es musste nicht direkt sein da ich für den Übergang eine Nespresso meiner Eltern mitnehmen durfte. Von Nespresso kann man jetzt halten was man möchte aber ich wollte eine Maschine haben wo ich "meine eigenen" Bohnen verwenden kann.

Und dann stand ich da. Ich konnte mir natürlich jetzt eine dieser Filtermaschinen mit Mahlwerk kaufen. Im Prinzip habe ich das auch gemacht, ich habe mir jedoch Doc Browns aussage bezüglich Zeitmaschinen durch den Kopf gehen lassen und ihn etwas abgewandelt:

Wenn man schon eine Kaffeemaschine kauft dann Bitteschön mit Stil!
Mit diesem Grundsatz bin ich an die Sache heran gegangen. Sie sollte vieles besser machen was andere Maschinen einfach nicht können. Sie sollte mit Bohnen arbeiten, nicht so viel Müll produzieren, rechtzeitig Warnen wenn das Wasser leer ist (und zwar BEVOR man den Brühvorgang startet!) und sollte bei Bedarf auch mehr als eine Tasse machen können.
Man kennt das ja heutzutage. Der Gastgeber fragt wer einen Kaffee möchte, alle melden sich und der Gastgeber verschwindet erstmal 30 Minuten in er Küche und kommt, schweißgebadet vom ganzen jonglieren mit Kapseln und/oder Pads wieder zurück. Nein danke, keine Lust.

Zum Glück stellte die Firma Smarter ihren Coffee Maker auf der CES 2015 vor. Dieser erfüllt wirklich exakt alle meine Anforderungen und bringt zusätzlich noch eine App und WLAN mit. Leider war nie wirklich ein Erscheinungsdatum für Deutschland bzw. Europa genannt worden und so hieß es für mich warten.

Irgendwann später im Jahr konnte man die Maschine dann auf Amazon vorbestellen, ich entschied mich jedoch diese Bestellung wieder zu Stornieren und im Webshop von Smarter vom Black Friday Sale gebrauch zu machen. Und 2-3 Wochen später stand die Maschine dann einfach so bei mir vor der Türe.

Ich habe nun schon ein paar Wochen Erfahrung mit dem Coffee Maker und möchte euch diese gerne kurz Niederschreiben, oder hinklatschen wie Rechtschreib-Nazis vielleicht eher sagen würden...

Die Verarbeitung des ganzen ist ok. Nicht wirklich überragend aber auf gleicher höhe wie das Zeug was man sonst so bekommt. Die Einrichtung war recht simpel. Man verbindet sich mit dem WLAN der Maschine, sagt ihm welches WLAN er mit welchem Passwort nehmen soll und ab dann ist er Verbunden. Danach musste ich gleich ein Firmware-Update machen. Und das hat sich schon etwas seltsam angefühlt die Firmware seiner Kaffeemaschine zu Aktualisieren.
Dies war jedenfalls schnell erledigt und so konnte ich ein wenig mit den Settings rum spielen. Man kann in der App Standardeinstellungen hinterlegen. In meinem Fall sind das 5 Tassen in Medium und danach soll die Heizplatte für 15 Minuten abbleiben und den Kaffee warm halten. Warum dies wichtig ist? Weil leider der Timer in der App nicht so funktioniert wie ich es erwarten würde.
Die App bietet mir die Funktion einen Alarm zu setzen. Ich würde nun erwarten dass der Coffee Make zur genannten Uhrzeit mit der Kaffee Produktion zu beginnt. Tut er aber nicht. Man erhält lediglich einen Alarm. Mehr nicht. Das ist äußerst bedauerlich und das bekommen andere, nicht smarte, Kaffeemaschinen schon besser hin. Aber da ich den Brühvorgang ja von überall im WLAN auslösen kann und ich mein iPhone eh zum Podcast hören mit ins Bad nehme kann ich nach der Dusche direkt den Kaffee starten und dann ist er auch durchgelaufen wenn ich mit allem Fertig bin. Denn das ist ein weiterer Punkt über den man sich im Klaren sein muss. Das ist im Prinzip eine Filterkaffeemaschine. Das bedeutet es wird Kaffee gemahlen, das ganze fällt dann in einen Kaffeefilter (den man wieder verwenden kann!) und dann läuft dort Wasser durch. Das kann je nach Anzahl gewählter Tassen schon einmal etwas dauern. Weiterhin ist die Maschine, im Vergleich zu einer Kapsel/Pad Maschine deutlich reinigungsintensiver. Mit einem Vollautomaten muss man das jedoch nicht vergleichen. Die sind noch Aufwändiger (zumindest meinem Reinheitsempfinden nach).
Die Verbindung über WLAN funktioniert tadellos. Das einzige Manko ist das es wirklich nur im WLAN funktioniert. Ich kann nicht von Unterwegs schon einmal ein paar Tassen brühen lassen.
Wer jetzt nicht immer riesige mengen Kaffee brühen möchte der kann auch in den Einzeltassenmodus schalten. Hier wird die Karaffenerkennung deaktiviert und statt der Karaffe kann dann eine einzelne Tasse genommen werden. Da ich im Besitz einiger großer Tassen bin ist das eine durchaus gute Idee wenn man nicht ständig für jede Tasse die Karaffe schrubben möchte.

Fazit/TLDR
Wir halten also Fest. Der Smarter Coffee Maker ist eine gute Smarte Kaffeemaschine mit Raum für Verbesserungen. Sie erledigt ihren Job so wie sie soll. Man hat jedoch im Vergleich zu einer Kapselmaschine nicht mehr das "Fire and Forget" feeling. Die Maschine möchte gereinigt werden und das Kaffeemehl möchte nach Gebrauch (zeitnah!) entsorgt werden. Dafür erhält man jedoch die Möglichkeit sich eine kleine Rösterei in der nähe zu suchen oder eben den Kaffee vom Discounter zu verwenden.

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